Cornwall war für mich mehr als nur eine Reise. Es war ein Ort, an dem alles etwas langsamer wurde – das Licht, die Landschaft, aber auch meine Art zu fotografieren. Die Küste, der Wind und das ständige Wechselspiel zwischen Meer und Land haben mich dazu gebracht, genauer hinzuschauen. Nicht nach dem Spektakulären zu suchen, sondern nach den stillen Momenten dazwischen. Genau dort sind diese Bilder entstanden – in Situationen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber genau das in sich tragen, was ich festhalten wollte. Viele dieser Orte sind rau, offen und oft vom Wetter geprägt. Und gerade diese Einfachheit hat mich angesprochen. Keine perfekte Szenerie, kein inszenierter Moment – sondern das, was da ist. Wasser, Stein, Himmel und Zeit. Mit einer Leica Kamera unterwegs zu sein, hat meine Sicht auf die Fotografie spürbar verändert. Weniger Einstellungen, weniger Technik, weniger Ablenkung – dafür mehr Fokus auf das Wesentliche. Ich habe angefangen, bewusster zu fotografieren, mir mehr Zeit zu nehmen und mich stärker auf Licht, Linien und Komposition einzulassen. Es ging weniger darum, ein perfektes Bild zu machen, sondern darum, den richtigen Moment zu erkennen. Manchmal bedeutet das auch, stehen zu bleiben, nichts zu tun und einfach nur zu beobachten, bis sich ein Bild von selbst ergibt. Diese Serie ist ein Teil dieser Reise. Bilder vom Rand des Meeres und vielleicht auch ein Stück näher an dem, was Fotografie für mich bedeutet.